Nachrichten zu Kryptowährungen der 3. Juni 2026

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Toncoin heißt offiziell Gram

Rebranding: Toncoin wurde am 15. Juni offiziell in Gram umbenannt.

81,2 % der TON-Community stimmten für die Umbenennung der TON-Währung in GRAM. Der Name der Blockchain bleibt jedoch unverändert und lautet weiterhin The Open Network (TON).

Auch Telegram-Gründer Pavel Durov äußerte sich zu der Umbenennung und bezeichnete sie als „Rückkehr zu den Wurzeln“. Gram war ursprünglich der Name des Tokens des Projekts Telegram Open Network während des ICOs im Jahr 2018.

Token-Inhaber müssen im Zusammenhang mit dem Rebranding keine Maßnahmen ergreifen. Die Projektvertreter warnten zudem davor, dass jegliche Angebote zum Umtausch oder zur Konvertierung von TON in GRAM als Betrugsversuch einzustufen sind. Guthaben, Wallet-Adressen, Smart Contracts, NFTs, Staking-Positionen und DeFi-Anlagen bleiben unverändert.

Die vollständige Umstellung auf den neuen Namen soll bis zum 22. Juni abgeschlossen sein.

Base plant das Beryl-Upgrade

Das Team des Layer-2-Netzwerks Base hat das Beryl-Upgrade angekündigt, dessen Aktivierung im Mainnet für den 25. Juni geplant ist.

Die wichtigste Neuerung ist der B20-Standard, der die Geschwindigkeit verbessern, die Kosten für die Erstellung von Tokens senken und gleichzeitig die Kompatibilität mit ERC-20 gewährleisten soll.

Dank des Multiproofs-Systems wird das Upgrade die Auszahlungsdauer von Vermögenswerten von Base nach Ethereum von sieben auf fünf Tage verkürzen. Darüber hinaus umfasst das technische Update die Einführung von Reth V2 zur Leistungssteigerung und schnelleren Blockverarbeitung.

Das nächste Upgrade mit dem Namen Cobalt wird für September erwartet und native Account-Abstraction einführen.

Krise im Cardano-Ökosystem

Der Juni begann für Cardano mit mehreren negativen Entwicklungen. Die Community lehnte die Finanzierung der Konferenz Cardano Summit 2026 ab, die Analyseplattform TapTools kündigte ihre Schließung an, und der ADA-Kurs fiel erstmals seit mehr als fünf Jahren unter die psychologisch wichtige Marke von 0,20 US-Dollar.

Das meistdiskutierte Ereignis war die Ablehnung eines Vorschlags, 7,8 Millionen ADA aus der Projektkasse für die Finanzierung des jährlichen Cardano Summit in Singapur bereitzustellen. Obwohl die Initiative von führenden Vertretern des Ökosystems unterstützt wurde, erhielt sie nicht genügend Stimmen. Dieser Fall zeigte, dass nach dem Übergang zum neuen Governance-Modell die endgültige Entscheidungsgewalt bei der Community und nicht bei den Projektleitern liegt.

Gleichzeitig verliert das Ökosystem weiterhin bedeutende Akteure. TapTools, ein beliebter Analysedienst, kündigte die Einstellung seines Betriebs an, nachdem bereits der größte NFT-Marktplatz des Netzwerks, JPG.store, geschlossen worden war. Als Gründe wurden Personalprobleme und Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung der Infrastruktur genannt.

Auch der ADA-Token geriet infolge dieser Entwicklungen unter Druck. Im vergangenen Monat ging das in den DeFi-Protokollen von Cardano gebundene Kapital deutlich zurück, während ADA derzeit mehr als 90 % unter seinem Allzeithoch von 2021 notiert.

Trotz dieser Ereignisse betrachten nicht alle Marktteilnehmer die Situation als Krise. Ein Teil von ihnen sieht darin eine schmerzhafte, aber natürliche Phase der Weiterentwicklung des Ökosystems. Cardano entwickelt sich schrittweise hin zu strengerer Finanzdisziplin und einer vollständig dezentralisierten Governance, in der Projekte ihre Wirksamkeit nachweisen müssen, anstatt dauerhaft auf Unterstützung aus der Projektkasse zu setzen.

Die Zukunft des Projekts wird maßgeblich davon abhängen, ob es gelingt, Entwickler aktiv zu halten, neue Liquidität anzuziehen und den Nutzerschwund zu stoppen.

Bitcoin unter Druck

Bitcoin bemüht sich weiterhin um eine Erholung, doch von einer vollständigen Trendwende am Markt kann noch keine Rede sein.

Laut den Analysten von Glassnode wird die größte Kryptowährung derzeit etwa 15 % unter ihrem durchschnittlichen Marktwert gehandelt, der aktuell auf 77.200 US-Dollar geschätzt wird.

Trotz der jüngsten Kursanstiege bleibt die Stimmung unter kurzfristig orientierten Anlegern pessimistisch. Ein großer Teil der Marktteilnehmer, die auf schnelle Gewinne setzen, verzeichnet weiterhin Verluste. Der MVRV-Indikator zeigt bislang keine Anzeichen dafür, dass die Halter ihre Gewinnschwelle erreicht haben – ein Zustand, der häufig einem Marktausstieg vorausgeht.

Innerhalb von drei Monaten sank die realisierte Marktkapitalisierung von Bitcoin um 1,45 % auf 1,07 Billionen US-Dollar. Dies deutet auf einen anhaltenden Kapitalabfluss aus dem Vermögenswert hin.

Dennoch gibt es erste positive Signale. Nach einer jüngsten Phase hoher Volatilität ist die Kaufaktivität auf Binance deutlich gestiegen. Gleichzeitig hat die Nachfrage nach Absicherung gegen weitere Kursverluste abgenommen, und die Volatilitätserwartungen haben sich wieder auf moderatere Niveaus eingependelt.

Laut Glassnode nimmt der Verkaufsdruck aus Panikverkäufen allmählich ab, auch wenn die Lage weiterhin instabil bleibt. Die weitere Entwicklung von Bitcoin wird davon abhängen, ob Käufer die aktuellen Kursniveaus verteidigen und neues Kapital in den Markt bringen können.

Ehemaliger Mitarbeiter der Ethereum Foundation: Ethereum wird mit einer Finanzierungskrise konfrontiert sein

Trent Van Epps, ehemaliger Mitarbeiter der Ethereum Foundation, äußerte Bedenken hinsichtlich einer möglichen Finanzierungskrise im Ethereum-Ökosystem, die innerhalb der nächsten drei bis neun Monate auftreten könnte.

Seiner Ansicht nach liegen die größten Risiken in den Kürzungen der Ausgaben der Ethereum Foundation sowie im Auslaufen des Programms zur Unterstützung von Client-Software-Entwicklern (Client Incentive Program).

Van Epps betonte, dass für die jährliche Weiterentwicklung des Ethereum-Ökosystems, einschließlich der Unterstützung von Entwicklern und Infrastrukturprojekten, rund 30 Millionen US-Dollar erforderlich seien. Ein Mangel an ausreichender Finanzierung könnte seiner Einschätzung nach zu einer Verlangsamung der Entwicklung von Ethereum sowie zu einem spürbaren Mangel an qualifizierten Fachkräften führen.

Um ein solches Szenario zu vermeiden, empfiehlt er die Entwicklung stabilerer und transparenterer Finanzierungsmodelle.

Joseph Lubin, Leiter von ConsenSys, widersprach hingegen den Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität der Ethereum Foundation.

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