Bitcoin-Mining-Aktivität auf historischem Tiefstand
Der MPI-Wert fiel auf -1,04 und erreichte damit den drittniedrigsten Stand aller Zeiten, wie CryptoQuant-Analyst Ignacio Moreno de Vicente feststellte und dies als positives Signal wertete. Diese Werte deuten darauf hin, dass Miner weniger BTC an Börsen senden als im Jahresdurchschnitt, was bedeutet, dass der Verkaufsdruck deutlich nachlässt.
Laut dem Experten ist ein extrem niedriger MPI-Wert typischerweise in Krisenzeiten oder nach der Kapitulation von Minern zu beobachten. Dies ist zwar positiv für den Markt, deutet aber noch nicht zwangsläufig auf einen endgültigen Tiefpunkt hin. Ein stärkeres Signal entsteht erst, wenn der Wert von seinem Tiefpunkt wieder steigt. Dies signalisiert eine Erholung der Marktaktivität und eine Verbesserung der Marktbedingungen.
Aave erhöht die Rendite von Stablecoins um 25%
In Aave V4 wird das Protokoll ungenutzte Liquidität automatisch konservativen Anlagestrategien zuweisen. Das Team schätzt, dass dadurch die durchschnittliche Rendite von Stablecoins von ca. 4 % auf 4,9 % steigen wird. Aktuell liegen von den Einlagen in Höhe von rund 20 Milliarden US-Dollar etwa 6 Milliarden US-Dollar ungenutzt als Liquiditätsreserve und generieren kaum Erträge.
Die neue Architektur sieht ein zentrales Asset-Management-Center vor, das Gelder auf Kreditmärkte mit unterschiedlichen Risikostufen verteilt. Ein spezielles Modul überwacht überschüssige Reserven und lenkt sie in genehmigte Anlagestrategien – von kurzfristigen Staatsanleihen bis hin zu delta-neutralen Positionen. Steigt die Nachfrage, wird die Liquidität automatisch dem Protokoll zurückgeführt.
Die Ethereum Foundation implementiert bis 2029 einen Quantennetzwerkschutz
Die Ethereum Foundation hat einen Plan zum Schutz des Netzwerks vor Bedrohungen durch Quantencomputer vorgestellt, der unter anderem vier Hard Forks vorsieht.
Die Entwickler schätzen, dass kryptografisch relevante Quantengeräte frühestens in 8 bis 12 Jahren verfügbar sein werden, haben sich aber entschieden, frühzeitig mit den Vorbereitungen für dieses Szenario zu beginnen.
Der Fahrplan umfasst wichtige Änderungen: die Implementierung eines Public-Key-Backup-Mechanismus für Validatoren, eine Reduzierung der Gaskosten für die Verifizierung quantenresistenter Signaturen, die Verwendung von Zero-Key-Beweisen zur Komprimierung des Netzwerkzustands sowie spezifische Sicherheitsmaßnahmen für das Layer-2-Ökosystem.
Die ersten Schritte könnten bereits mit dem bevorstehenden Hegota-Hard-Fork umgesetzt werden, dessen Veröffentlichung noch in diesem Jahr erwartet wird.
Prognoseplattformen verzeichnen monatliche Handelsvolumina von über 20 Milliarden US-Dollar
Seit Jahresbeginn erreichte der monatliche Umsatz auf Prognosemärkten einen Rekordwert von 20 Milliarden US-Dollar, und die Anzahl der eindeutigen Wallets hat sich laut TRM Labs auf 840.000 verdreifacht.
Geopolitik und Makroökonomie sind die Haupttreiber der Aktivität. Wetten auf diese Themen haben die Kryptomärkte verdrängt: Auf Polymarket handeln Nutzer aktiv mit Szenarien rund um Zölle, Konflikte und internationale Spannungen. So erzielte beispielsweise ein Kontrakt über einen möglichen US-Angriff auf den Iran ein Volumen von 73 Millionen US-Dollar – ein Rekord für geopolitische Märkte.
Am 28. Februar erreichte die Plattform mit 425 Millionen US-Dollar einen neuen Tagesrekord und übertraf damit die US-Wahlen 2024. Analysten stellen fest, dass die Marktstruktur fragmentiert ist: Internationale Beziehungen und US-Politik dominieren, während Nutzer gleichermaßen aktiv auf seriöse wie unterhaltsame Ereignisse setzen. Kryptowährungsmärkte machen einen relativ geringen Anteil aus.
Musk verstärkt das X-Team mit einem ehemaligen Base- und Aave-Designer
Das soziale Netzwerk X von Elon Musk hat Benji Taylor zum Chief Design Officer (CPO) ernannt. Zuvor gründete er Los Feliz Engineering, das Studio hinter der Non-Custodial-Wallet Family, und war nach der Übernahme durch Aave als CPO tätig. Später leitete Taylor das Design des Base L2-Netzwerks von Coinbase. Nikita Bir, Produktchef von X, merkte an, dass er bereits 2020 in Taylors Projekt investiert habe und es für eines der durchdachtesten auf dem Markt halte.
Die Ernennung erfolgt im Zuge der Vorbereitungen für den Start des Zahlungssystems X Money, das sich derzeit in der internen Beta-Testphase befindet und im April an den Start gehen soll. X plant nicht, ein Brokerhaus zu werden; die Plattform wird sich auf Finanzdaten und Integrationstools, einschließlich Kryptowährungen, konzentrieren.
Kryptowährungsstreit spaltet Schweizer Bankiersdynastie
Laut Bloomberg ist innerhalb der Schweizer Bankendynastie Syz ein Konflikt über deren Haltung zu Kryptowährungen entbrannt. Mark Syz verließ die familiengeführte Syz Group zusammen mit seinem Partner Richard Byworth nach Meinungsverschiedenheiten über die Integration des Krypto-Unternehmens Future Holdings in Syz Capital. Laut Syz junior gab die Bank das Projekt aufgrund von Bedenken des Verwaltungsrats hinsichtlich der Risiken auf. Daraufhin traten er und Byworth aus dem Verwaltungsrat des Krypto-Unternehmens zurück.
Mark Syz arbeitet nun mit Stifel an einem Doppellisting von Future Holdings in Schweden und der Schweiz und plant, das Unternehmen mit einer Reserve von bis zu 3.500 BTC zur größten Bitcoin-Plattform Europas auszubauen. Gleichzeitig beabsichtigt er, eine unabhängige Managementgesellschaft zu gründen, die mit Syz Capital konkurrieren soll.
Die Syz Group bestätigte den Abgang ihrer Topmanager und betonte, dass alternative Anlagen weiterhin im Fokus stehen. Zum Zeitpunkt von Syz’ Ausscheiden belief sich das verwaltete Vermögen von Syz Capital auf rund 2,5 Milliarden US-Dollar, während die gesamte Gruppe ein Vermögen von rund 32 Milliarden US-Dollar verwaltet.
